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08.05.2021 Unser zweites Bündnisschiff SEA-EYE 4 auf dem Weg in den ersten Einsatz

Die SEA-EYE 4 hat am 8. Mai den Hafen von Burriana in Spanien verlassen und ist nun auf dem Weg in das Such- und Rettungsgebiet vor der libyschen Küste. Dort wird sie voraussichtlich in 5 Tagen eintreffen. Die SEA-EYE 4 ist nach der Sea-Watch 4 bereits das zweite Bündnisschiff von United4Rescue – die Kosten für den Kauf und den Umbau wurden maßgeblich durch das Bündnis finanziert. Außerdem unterstützt United4Rescue nun auch die Missionen der SEA-EYE 4 mit weiteren 423.000 Euro und ermöglicht so die Erweiterung der zivilen Rettungskapazitäten im Mittelmeer.  
 
Wir sind stolz und glücklich, dass die SEA-EYE 4 mit unserer Unterstützung jetzt in ihren ersten Einsatz starten konnte. Das schlimme Bootsunglück Ende April und die vielen Rettungen der Sea-Watch 4 und der Ocean Viking in den vergangenen Wochen haben wieder einmal eindrucksvoll gezeigt, dass die zivile Seenotrettung im Mittelmeer unverzichtbar ist. Auch wir möchten uns bei allen bedanken, die uns unterstützt und gespendet haben. Ohne sie wären der Kauf, der Umbau und die erste Mission der SEA-EYE 4 nicht möglich gewesen und wir hoffen auch in Zukunft auf eine breite Unterstützung“, sagt Michael Schwickart, Vorstandsmitglied von United4Rescue.
 
Ein zusätzliches Rettungsschiff im Mittelmeer wird dringend benötigt. Allein die Sea-Watch 4 hat während ihres letzten Einsatzes Ende April innerhalb von 2 Tagen 455 Menschen aus Seenot gerettet. Die Ocean Viking von SOS MEDITERRANEE hat in diesem Jahr bereits über 1000 Menschen in Sicherheit gebracht. Trotzdem gab es 2021 auch mindestens XY Menschen, die auf ihrer Flucht über das Mittelmeer ertrunken sind. Erst Ende April gab es ein schlimmes Bootsunglück, bei dem schätzungsweise 130 Menschen ums Leben gekommen sind – obwohl den europäischen Behörden die Koordinaten und die Notsituation des Bootes bekannt waren.
 
Dieses Verhalten macht uns wütend und fassungslos. Wir sehen dem Sterben im Mittelmeer nicht tatenlos zu. Wir handeln weiterhin dort, wo die Politik versagt, denn wir sind nach wie vor davon überzeugt: Man lässt keine Menschen ertrinken. Punkt. 
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