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15.11.2020 “Drowned Requiem”: Wieso, weshalb, warum? - Unsere Antworten auf Eure Fragen

Unter der Überschrift ‘Drowned Requiem’ sammeln wir Spenden für unser zweites Bündnisschiff – und machen mit einer besonderen Aktion auf das Sterben im Mittelmeer aufmerksam: Eine dänische Musikgruppe hat für United4Rescue die Europahymne auf dem Grund des Mittelmeers aufgenommen. Beethovens „Ode an die Freude“ wird dadurch zur beklemmenden Unterwasser-Totenmesse. Wir beantworten Eure wichtigsten Fragen zu unserer neuen Kampagne. 

Warum macht U4R diese Aktion?
Noch immer sterben Menschen auf ihrer Flucht über das Mittelmeer. Und Europa schaut zu, macht die Grenzen dicht und ignoriert die Pflicht zur Seenotrettung. Und das, obwohl Seenotrettung eigentlich eine staatliche Aufgabe ist und alle europäischen Mitgliedstaaten sich vertraglich zur Wahrung der Menschenrechte und humanitärer Werte verpflichtet haben. Wir wollen nicht tatenlos zusehen, wie das Mittelmeer zum Massengrab wird. Darum gedenken wir mit diesem Requiem all der toten Geflüchteten. Mit jedem ertrunkenen Flüchtling im Mittelmeer gehen auch unsere europäischen Werte unter! Und gleichzeitig wollen wir alles unternehmen, um weiteres Sterben zu verhindern.

Was hat die Europahymne damit zu tun?
Die Europahymne „Ode an die Freude“ ist Ausdruck der europäischen Werte, die laut EU-Vertrag alle Mitglieder teilen: Freiheit, Frieden und Solidarität. Sie beschreibt das Ideal einer Gesellschaft gleichberechtigter Menschen, die durch das Band der Freude und der Freundschaft verbunden sind. Im Hinblick auf die unzähligen ertrunkenen Menschen im Mittelmeer ist es uns ein besonderes Anliegen, europäische Politiker:innen und Europäer:innen im Allgemeinen eindringlich an genau diese Werte zu erinnern. 

Was wollt ihr mit dieser Kampagne erreichen?
Zusammen mit unseren Bündnispartner:innen und vielen weiteren Unterstützer:innen wollen wir europäische Politiker:innen eindringlich daran erinnern, dass sie ihrer Pflicht nachkommen müssen, die europäische Werten und den EU-Vertrag einzuhalten, so dass kein Flüchtender mehr im Mittelmeer ertrinken muss. 

Wofür setzt ihr die Spenden von #wesendaship denn genau ein?

Wir wollen mit dieser Kampagne sowohl den Kauf als auch maßgeblich den Umbau des Schiffes finanziell unterstützen, damit die “SEA-EYE 4” so schnell wie möglich in den Einsatz gehen kann. 

Gibt’s nicht schon genug Rettungsschiffe?
Jedes weitere Schiff hilft Leben retten. Umso mehr, wenn mit bürokratischen Mitteln laufend versucht wird, diese Hilfe zu verhindern. Die Situation auf dem zentralen Mittelmeer ist nach wie vor verheerend. Fast täglich bekommen wir aktuell Meldungen über tödliche Bootsunglücke. Am 12. November starben innerhalb von 24 Stunden mehr als 100 Menschen – darunter auch Kinder und ein 6 Monate altes Baby. 
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