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02.07.2020 500 Bündnispartner sagen: „Seenotrettung geht uns alle an!“

Immer mehr Organisationen in Deutschland setzen sich für die Rettung von Bootsflüchtlingen auf dem Mittelmeer ein:  
Über 500 Bündnispartner bilden mittlerweile das Aktionsbündnis United4Rescue, das im Dezember 2019 gegründet wurde. Im Januar 2020 kaufte United4Rescue das Rettungsschiff „Sea-Watch 4“ und stellte es der Rettungsorganisation Sea-Watch zur Verfügung. Anfang August soll das Bündnisschiff zu seiner ersten Mission auslaufen. Aktuell wird es in der spanischen Hafenstadt Burriana für die Hilfseinsätze umgebaut.
 
„Wir freuen uns sehr, dass sich so viele gesellschaftliche Akteure für dieses wichtige Thema einsetzen, denn die Seenotrettung und das Sterben an den europäischen Außengrenzen geht uns alle an“, so Michael Schwickart, aus dem Vorstand des Trägervereins von United4Rescue. „Je mehr Organisationen sich United4Rescue anschließen, desto besser können wir die Rettungsorganisationen vor Diffamierung und Kriminalisierung schützen – und natürlich Spenden sammeln, damit weiter Menschen aus Seenot gerettet werden können.“
 
Das junge Aktionsbündnis vereint bereits mehr als 500 große und kleine Organisationen, Initiativen und Vereine. Bündnispartner sind u.a. der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), Ärzte Ohne Grenzen, World Vision Deutschland, die Akademie für Alte Musik Berlin und die Evangelische Kirche in Deutschland. Neben vielen evangelischen und katholischen Kirchengemeinden zählen auch muslimische Verbände wie der Koordinierungsrat der Muslime in Deutschland (KRM) zu den Partnern. Auch zahlreiche Unternehmen unterstützen – u.a. der Eishersteller Ben & Jerry’s und die Brücken-Apotheke Buxtehude, die das Bordkrankenhaus des Bündnisschiffes mit Medikamenten ausgestattet hat.
 
Gründungsmitglied Pastorin Sandra Bils sagt: „500 Bündnispartner in nicht mal einem Jahr sind ein großartiger Erfolg. Wir hoffen, dass diese Allianz für Humanität und Menschenrechte auf dem Mittelmeer noch weiter wächst und wir mit unseren Forderungen damit noch stärker wahrgenommen werden. Denn Seenotrettung ist kein Privileg, sondern Pflicht und Menschenrecht.“

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