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FAQ

WER STEHT HINTER DEM BÜNDNIS?

United4Rescue wird von einem unabhängigen, gemeinnützigen Trägerverein getragen. Viele Mitglieder des Vereins setzen sich bereits seit Jahren für die zivile Seenotrettung ein und unterstützen das Bündnis mit ihrer Expertise und ihren Kontakten.

WIE HILFT UNITED4RESCUE?

Das Bündnis unterstützt die zivile Seenotrettung aus Spenden und Fördermitteln von Personen und Organisationen, die helfen wollen.

WELCHE RETTUNGSORGANISATIONEN WERDEN VON UNITED4RESCUE UNTERSTÜTZT?

Als Bündnis wollen wir organisationsübergreifend verschiedene Rettungsorganisationen unterstützen und vor allem dort helfen, wo akut Geld für Rettungseinsätze fehlt. Unsere Spendenaktion #WirschickeneinSchiff für ein zusätzliches Rettungsschiff, das von Sea-Watch betrieben wird, ist nur die erste Aktion.

WIE KÖNNEN EINZELPERSONEN UNITED4RESCUE UNTERSTÜTZEN?

Einzelpersonen können das Bündnis durch Einzelspenden oder eine Fördermitgliedschaft unterstützen.

WIEVIEL KOSTET EIN RETTUNGSSCHIFF?

Für professionelle Rettungseinsätze geeignete hochseetaugliche Schiffe werden ab einer Million Euro angeboten. Das Bündnisschiff konnte mit einem Gebot von 1,3 Millionen erworben werden.

Wann wird das Bündnisschiff retten können?

Momentan liegt die Sea-Watch 4 noch im Hafen der nordspanischen Stadt Buriana vor Anker. Aktuell ist geplant, dass das Rettungsschiff in der zweiten Augustwoche ins zentrale Mittelmeer aufbrechen wird. Nach vier bis fünf Tagen wird die "Sea-Watch 4" die sogenannte Such- und Rettungszone (SAR) rund 24 bis 50 Meilen vor der libyschen Küste erreichen.

UNTER WELCHER FLAGGE SOLL DAS SCHIFF FAHREN?

Das Rettungsschiff wird unter deutscher Flagge fahren.

Warum ist Sea-Watch die Besitzerin des Bündnisschiffes?

Es war von Anfang an klar, dass das Bündnisschiff professionell und unter deutscher Flagge betrieben würde. Sea-Watch hat jahrelange Erfahrung in der Seenotrettung und besitzt alle notwendigen Zertifikate, die es für den nachhaltigen Betrieb eines Rettungsschiffes braucht. Daher ist es der logische Schritt für United4Rescue, das Bündnisschiff an Sea-Watch zu geben.

Veranlassen nicht die geretteten Menschen weitere Menschen diesen gefährlichen Weg zu gehen?

Zunächst ist festzustellen: Es gibt keinerlei Belege für die Behauptung, dass die zivile Seenotrettung Menschen dazu veranlasst, sich auf den Weg zu machen. Diverse Studien haben dies gezeigt: Es gibt keinerlei Korrelationen und der sogenannte Pull-Effekt hat keine faktische Grundlage. Flüchtlinge sind bereits im Mittelmeer ertrunken, lange bevor die zivilen Seenotrettungsorganisationen gegründet worden sind. Und selbst wenn die Behauptung stimmen würde: Menschen absichtlich ertrinken zu lassen, um andere Menschen von ihrer Flucht abzuhalten ist eine zynische, barbarische Kalkulation. Eine Abschreckungslogik, die Menschen ertrinken lässt, darf niemals das Kalkül europäischer Politik sein.

Wurde der Kauf der Sea-Watch 4 durch Kirchensteuern bezahlt?

Der Kauf der Sea-Watch 4 wurde wesentlich durch tausende private Spender*innen United4Rescue ermöglicht, sowie einige Großspenden von Organisationen und Einzelpersonen. Die Evangelische Kirche in Deutschland hat Gründungsphase den Aufbau von United4Rescue unterstützt, allerdings erklärt, keine Kirchensteuern in den Kauf des Schiffes zu investieren. United4Rescue ist seit November 2019 ein eingetragener, gemeinnütziger Verein, der unabhängig von der EKD arbeitet und eine kleine Geschäftsstelle unterhält. Der Verein trägt sich selbst, alle Mitglieder arbeiten ehrenamtlich. Es ist jedoch davon auszugehen, dass dennoch Kirchensteuern in den Schiffskauf geflossen sind: Mehrere Landeskirchen haben erhebliche Beträge an United4Rescue gespendet. Dazu kommen Mittel aus diversen Gemeinden und Kirchenkreisen, kirchlichen Werken, Spenden aus katholischen Bistümern sowie eine großzügige Einzelspende von Kardinal Marx. Ebenso haben auch Kirchen aus dem Ausland den Schiffskauf ermöglicht – so der Rat der Evangelisch-reformierten Kirche und die katholische Schweizer Bischofskonferenz oder die Evangelical Lutheran Church in America.